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19.04.2017

ISO 45001: Ein neuer Standard für den Arbeitsschutz - 2

Fortsetzung zu Artikel - 1

Was die ISO 45001 (Entwurf 1) außerdem noch vom bisher geltenden Standard BS OHSAS 18001 unterscheiden wird? Die DQS GmbH hat die erwarteten Änderungen zusammengefasst:
• Laut Kapitel 5.3 Organisatorische Rollen, Verantwortlichkeiten, Zuständigkeiten und Befugnisse haben Arbeiter auf jeder Ebene der Organisation diejenige Verantwortung für die Aspekte im OH&S-Management-System zu übernehmen, über die sie Kontrolle haben.
• Im Unterschied zu 9001:2015 und 14001:2015 wurde zusätzlich ein Kapitel 5.4 "Beteiligung, Beratung und Vertretung" definiert. Darin sind u.a. Regeln für Outsourcing, Einkauf und Vertragspartner getroffen.
• Die Gefährdungserkennung im Kapitel 6.1.2.1 wurde gegenüber der bisherigen OHSAS 18001 Kap 4.3.1 weiter gefasst. Sie beinhaltet u.a. nun auch organisatorische und soziale Faktoren, Arbeitsbelastung, Arbeitszeiten, Führung und Unternehmenskultur.
• Kapitel 6.2.2 "Planung von Maßnahmen zum Erreichen von OH&S-Zielen" schreibt keine konkreten Unfall- oder Sicherheitskennzahlen vor. Es werden jedoch Indikatoren (KPI) gefordert (falls durchführbar), die überwacht werden müssen, einschließlich der Häufigkeit dieser Überwachung.
• Im Gegensatz zur 14001:2015 wird in Kapitel 7.4 "Kommunikation" keine Festlegung für einen Kommunikationsprozess gefordert. Auch fehlt die Unterscheidung zwischen interner und externer Kommunikation.
• Kapitel 8 "Betrieb" wurde im Vergleich zur OHSAS 18001 Kap 4.4.6 umfangreicher und unterteilt sich in weitere Subkapitel mit den Inhalten:
• 8.1 "Betriebliche Planung und Steuerung" (u. a. Prozess zur Koordinierung von mehreren Firmen und Organisationen an einer Arbeitsstelle, Prozess für Maßnahmenhierarchie)
• 8.2 "Veränderungsmanagement" (Steuerung temporärer oder andauernder Veränderungen)
• 8.3 "Outsourcing" (Steuerung ausgelagerter Prozesse)
• 8.4 "Beschaffung" (Festlegungen für die Beschaffung von z.B. Produkten, Gefahrstoffe oder Substanzen, Rohmaterialien, Ausrüstung und Dienstleistungen)
• Die Inhalte der Kapitel 9 und 10 sind aufgrund der HLS-Vorgaben mit den Forderungen der 14001:2015 grundsätzlich vergleichbar.

Über die Veränderungen zu ISO 45001 (Entwurf 2) berichten wir, wenn dieser vorliegt.

Die Verantwortung für ein Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsystem trägt die oberste Leitung, d. h.: sie soll ihre Haltung gegenüber Arbeits- und Gesundheitsschutz relaunchen und selbst Verantwortung für die Umsetzung übernehmen.. Es wird eine stärkere Führungskompetenz der Führungskräfte für den Arbeits- und Gesundheitsschutz eingefordert.

Das Ziel von ISO DIS/45001 besteht darin, einer Organisation ein konzeptionelles Verständnis des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu vermitteln. Sie muss Risiken und Chancen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes berücksichtigen, um sicherzustellen, dass ein Managementsystem die angestrebten Ergebnisse erreicht. Die Organisation muss dafür entsprechende Maßnahmen planen. Sie muss diese Maßnahmen in ihre Prozesse integrieren, sie implementieren und ihre Wirksamkeit bewerten.

Vorteile einer ISO 45001 Zertifizierung werden für Unternehmen vor allem in den Bereichen Internationale Wettbewerbsvorteile, Aufdeckung von Rationalisierungspotential, bessere Kalkulierbarkeit von Haftungsrisiken, aber auch in einer besseren Qualifikation und damit der Motivation der Mitarbeiter zu finden sein.

PRAXIS meint:
Damit da für die Arbeitnehmer-Interessen außer Heißer Luft und Warmer Worte auch noch fassbare Verbesserungen der Arbeitsbedingungen heraus kommt, sind Interessenvertretungen vor Ort gefragt. Neben den zuletzt genannten Vorteilen für die Unternehmen, stehen die Zertifizierer selbst immer wieder mal in Verdacht, einen „Riesenpopanz“ aufzubauen, an dem sich auch prächtig verdienen lässt.

PRAXIS bietet zum Thema folgende interessante und erforderliche Seminare an:

SEMINAR: Resilienz 1 – Was Arbeitnehmer/-innen stark macht

SEMINAR: Resilienz 2 – Veränderungsprozesse resilient gestalten, Businesscare

SEMINAR: BEM 1 – Betr. Einglied.-Man. – Grdl. BV/DV erst.

SEMINAR: BEM 2 – Betr. Einglied.-Man. – BEM-Gespräche

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