Impuls - 2  

für Betriebsrats-/Personalratsmitglieder in Betrieben und Dienststellen,  24. Juli 2014


Betriebliches Eingliederungsmanagement BEM

Arbeitgeber/Dienststellenleitungen sind nach § 84 SGB IX verpflichtet, bei allen Beschäftigten, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen arbeitsunfähig sind, ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) durchzuführen. Der Gesetzgeber verfolgt damit drei Ziele:
1. Arbeitsunfähigkeit soll vorgebeugt werden – Prävention
2. Arbeitsunfähigkeit soll möglichst schnell überwunden werden – z. B. durch Rehabilitation
3. Der Arbeitsplatz soll erhalten bleiben – auch bei Leistungsminderung durch Integration/Inklusion

Damit BEM im Sinne des § 84 SGB IX wirkungsvoll implementiert und umgesetzt werden kann, bedarf es eines Verfahrens, das zwischen der Interessenvertretung und dem Arbeitgeber/der Dienststellenleitung vereinbart werden muss. Die Beschäftigten sind in diesen Prozess einzubinden. Viele Akteure im Betrieb/in der Dienststelle sind zu beteiligen wie z. B. Betriebsarzt, Interessenvertretung, Behindertenvertretung etc. BEM gestaltende, bzw. ausführende Personen sind zu schulen. Das heißt, dass es sich bei der Einführung von BEM um ein komplexes Verfahren handelt, das nur mit einer strukturierten Vorgehensweise sowie der entsprechenden Ausstattung von Fähigkeiten/Kompetenzen der handelnden Personen erfolgreich umgesetzt werden kann.

Die Interessenvertretung spielt in diesem Prozess und bei der Umsetzung eine wichtige Rolle - als Garant für die faire Behandlung von betroffenen Kolleg/-innen. BEM kann, wenn die Umsetzung nicht so gut läuft, in einer einseitigen und nicht transparenten Vorgehensweise durch den Arbeitgeber/die Dienststellenleitung “irgendwie gemacht” werden. Es werden dann Krankengespräche mit betroffenen Kolleg-/innen geführt, die die Betroffenen noch mehr unter Druck setzen, sie noch kränker machen. In dieser Situation drohen auch Kündigungen.

In unserem Seminar Betriebliches Eingliederungsmanagement - BEM 1 vom 08.09. - 10.09.2014 in Wustrow/Ostsee  erfahren Sie alle gesetzlichen Grundlagen, die strukturierte Vorgehensweise für den BEM-Prozess und Regelungseckpunkte für eine Betriebs-/Dienstvereinbarung.
Direkt im Anschluss findet das Seminar Betriebliches Eingliederungsmanagement - BEM 2 vom 10.09. – 12.09.2014 in Wustrow/Ostsee statt. Sie erhalten das Handwerkszeug für die kompetente Vorbereitung und Durchführung von BEM-Gesprächen und die Begleitung der Betroffenen im BEM-Prozess.

Weitere Seminartermine:

Betriebsratsarbeit 1 - Einführung in Aufgaben, Rechte, Pflichten
                NEU    vom 11.08. - 15.08.2014 in Offenbach/Frankfurt am Main
                           vom 08.09. - 12.09.2014 in Oberstdorf/Allgäu
                           vom 13.10. - 17.10.2014 in Dresden
                           vom 17.11. - 21.11.2014 in Offenbach/Frankfurt am Main
Personalratsarbeit 1 - Einführung in Aufgaben, Rechte, Pflichten und 111 Tipps
                           vom 08.09. - 12.09.2014 in Oberstdorf/Allgäu

Baumaßnahmen und Mitwirkung/Mitbestimmung der Interessenvertretung
                           vom 15.09. - 19.09.2014 in Offenbach/Frankfurt am Main

Resilienz - Was Menschen stark macht
                           vom 22.09. - 26.09.2014 in Fischland/Darß - Wustrow

Businesscare 1 - Veränderungsprozesse erkennen   
                           vom 06.10. - 08.10.2014 in Köln/Bonn
Businesscare 2 - Veränderungsprozesse gestalten
                          
vom 08.10. - 10.10.2014 in Köln/Bonn

Auf unserer Homepage finden Sie weitere Seminare und Termine. Gerne führen wir für Gremien und Ausschüsse auch PRAXIS-Firmenschulungen und PRAXIS-Beratungen ganz nach ihren Bedürfnissen durch.

Organisatorisches:

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verantwortlich:  Manfred Horn - PRAXIS-Fortbildung und Beratung für Betriebsräte und Personalräte
                          Seminarzentrum Offenbach am Main, Kaiserleistraße 55, 63067 Offenbach am Main
                          Tel.:  0 69-59 97 81    Fax:  0 69-59 97 82    E-Mail:  info@praxis-fortbildung.de    

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