Impuls 21

für Mitglieder von Interessenvertretungen
in Betrieben/Unternehmen, Dienststellen, Einrichtungen


03. November 2017




BEM als Interessenvertretung zum Erfolg verhelfen


Die Absichten des Gesetzgebers in Einklang bringen mit den Zielen der Interessenvertretung; BEM in das Betriebliche Gesundheitsmanagement einbetten. Einen verhandelbaren Betriebs-/Dienstvereinbarungs-Entwurf zu BEM erstellen; Verhandlungs-Ablauf und -Vorgehen festlegen und Kolleg-/innen als Int.-Vertret. auf BEM-Gespräche vorbereiten; BEM-Gespräche strukturieren und führen helfen.

Sie können Ihr bestehendes BEM-Verfahren, die BEM-Abläufe und BEM-Erfolge überprüfen anhand neuer Impulse aus diesen Seminaren.

Arbeitgeber/DStL. werden durch § 84 SGB IX verpflichtet, bei allen Beschäftigten, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen (42 Tage) arbeitsunfähig erkrankt sind, ein Betriebliches Eingliederungsmanagement BEM durchzuführen. Ziel des Gesetzgebers war es, möglichst frühzeitig betriebliche Bedingungen für Gesundheitsschäden zu identifizieren und sie auszumerzen, bevor sie weiteren Schaden anrichten. Ziel der Arbeitgeber und DStL. war sicher die Krankheitsquote weiter zu reduzieren.

Ziel des BEM-Verfahrens aus Sicht der Interessenvertretung ist es, die Gesundheit wieder herzustellen, erneuter Krankheit vorzubeugen und so die Arbeitsfähigkeit und damit den Arbeitsplatz der Betroffenen zu erhalten. Dazu sollen die betrieblichen Belastungen durch das BEM-Verfahren festgestellt und beseitigt werden.  

Wenn jetzt beide Absichten gewinnbringend zusammen kommen, haben Arbeitgeber/DStL. und Beschäftigte idealerweise den größten Vorteil daraus. Häufig ist aber über das Gespräch hinaus von Seiten der Arbeitgeber keine oder unzureichende  weitere Umsetzungen von betrieblichen Maßnahmen erkennbar. Vielmehr soll das Gespräch alleine den Beschäftigten den nötigen Druck verschaffen, damit die Krankheitsquote sinkt. Bedenkt man außerdem, dass Arbeitgeber/DStL. alleine schon mit dem Versuch der Durchführung des BEM die Voraussetzungen für die krankheitsbedingte Kündigung wesentlich verbessern können, wird klar, dass Interessenvertretungen das Verfahren mitgestalten müssen, um Ihre Kolleg-/innen vor Unbill zu schützen.

Unter Mitbestimmung der Interessenvertretung kann sich das an sich notwendige und sinnvolle Instrument auch in ein erfolgreiches Instrument wandeln, ist doch die Umsetzung von Arbeitgeberseite/DStL. alleine eher unsicher, wie sich aus Studien im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales noch 2008 ergibt, wo zumindest die Durchdringung von Klein – und Mittelbetrieben stark in Frage gestellt wurde. Daran hat sich bis heute wenig verändert.

Im Seminar BEM 1 bekommen Sie alle Grundlagen für die Regelung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements im Betrieb/in der Dienststelle/in der Einrichtung.

Aus dem Seminarinhalt:
• Krankheit/Gesundheit/Arbeitsunfähigkeit
  - Ursachen betrieblicher Fehlzeiten
  - Entwicklung des Krankenstandes
• Umgang mit Kranken im Betrieb/in der Dienststelle
  - praktische Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag
• Betriebliches Eingliederungsmanagement BEM
  - Gesetzliche Grundlagen - § 84 SGB IX
  - Maßnahmen zur Wiedereingliederung
  - beteiligte interne und externe Stellen
• Einbettung des BEM in das BGM
• Eckpunkte für Betriebs-/Dienstvereinbarungen erarbeiten
• Betriebs-/Dienstvereinbarungsentwurf erstellen
• Öffentlichkeitsarbeit der Interessenvertretung - Gesundheit zum Thema machen
• Ablauf und Vorgehen klären


Im Seminar BEM 2 direkt im Anschluss an das  Seminar BEM 1 erfahren Sie, wie Sie als Interessenvertretung die Kolleg-/innen darauf vorbereiten können, hier die wichtigen, richtigen Informationen zu liefern. Davon hängt entscheidend der Erfolg des BEM ab.
Danach braucht es auch im BEM-Gespräch einen strukturierten Ablauf- und Gesprächsprozess unter Beteiligung aller Zuständigen.

Aus dem Seminarinhalt:
• Vorbereitung der Betroffenen auf BEM-Gesräche durch die Int.-Vertretung
• Erstgespräch und Präventionsgespräch
  - Vorbereitung, Inhalt und Ziel des Gespräches
  - Freiwilligkeit des/der Betroffenen
  - Pflichten und Ziele des Arbeitgebers
  - Gesprächsleitfaden für den Ablauf
• Entwicklung, Durchführung, Bewertung, Dokumentation von Maßnahmen zur Wiedereingliederung am Arbeitsplatz
• BEM versus Krankenrückkehrgespräche
• Praktisches Üben von BEM-Gesprächen anhand von Fällen


PRAXIS meint:
Die Interessenvertretung sollte das Instrument BEM einer sinnvollen Nutzung zuführen, zumal BEM ansonsten dazu genutzt weden kann, krankheitsbedingte Kündigungen zu erleichtern. Dann lieber das Beste aus dem Instrument durch Abschluss einer BV/DV und der engen Begleitung herausholen.


PRAXIS bietet die 2 BEM-Seminare an:

SEMINAR: BEM 1 – Betr. Einglied.-Man. – Grdlagen, BV/DV erstellen
20.11.2017 bis 24.11.2017      17-3210-03      Frankfurt am Main

SEMINAR: BEM 2 – Betr. Einglied.-Man. – BEM-Gespräche
20.11.2017 bis 24.11.2017      17-3215-03      Frankfurt am Main

 

Weitere PRAXIS-Seminare für Interessenvertretungen:

BR-Arbeit 2 – Grdl.: Geschäftsführung, Zusammenarbeit    
27.11.-01.12.2017   17-1020-05   Berlin
PR-Arbeit 2 – Grdl.: Geschäftsführung, Zusammenarbeit   
27.11.-01.12.2017   17-1420-05   Berlin

 

Sekretariat der Int.-Vertretung 2 – Kommunikation, Koordination und Umgang mit Stress im Sekretariat   
27.11.-01.12.2017   17-4211-02   Berlin

 

Mutterschutz - Elternzeit - Pflegezeit     
14.02.-16.02.2018   18-2021-01   Frankfurt am Main


Schriftführung 1 – Protokolle, Niederschriften    
19.02.-21.02.2018   17-4250-03   Frankfurt am Main


Demografischer Wandel 1 – Fakten, Auswirkungen, Handlungsmöglichkeiten der Int.-Vertret.    
19.02.-21.02.2018   18-2004-03   Regensburg/Bayern
Demografischer Wandel 2 – Zukunft gestalten    
21.02.-23.02.2018   18-2005-03   Regensburg/Bayern

 

Auf unserer Homepage finden Sie weitere Seminare und Termine. Gerne führen wir für Gremien und Ausschüsse auch PRAXIS-Firmenschulungen und PRAXIS-Beratungen ganz nach Ihren Bedürfnissen durch.


 

Organisatorisches:

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verantwortlich:  Manfred Horn - PRAXIS-Fortbildung und Beratung für Betriebsräte und Personalräte
                          Seminarbüro Frankfurt am Main, Oskar-von-Miller-Str. 42, 60314 Frankfurt am Main
                          Tel.:  0 69-59 97 81    Fax:  0 69-59 97 82    E-Mail:  info@praxis-fortbildung.de    

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