Impuls 24

für Mitglieder von Interessenvertretungen
in Betrieben/Unternehmen, Dienststellen, Einrichtungen


20. September 2018


Liebe Kolleginnen und Kollegen in Interessenvertretungen,

wir können Ihnen heute unser Seminar

BEM 1/2 kurzfristig für 08.-12.10.2018 in Prien/Chiemsee

oder

BEM 1/2 für 10.-14.12.2018 in Frankfurt am Main

anbieten.

Das Seminar BEM 1/2 besteht aus BEM Modul 1 und BEM Modul 2, die inhaltlich aufeinander aufbauen und sich ergänzen. Die BEM Module 1/2 können deshalb nur zusammen gebucht werden. Bitte füllen Sie deshalb beide Anmeldungen aus.

Im BEM Modul 1 bekommen Sie alle Grundlagen für die Regelung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements im Betrieb/in der Dienststelle/in der Einrichtung. Jetzt auch unter besonderer Berücksichtigung des Datenschutzes nach EU-DSGVO.
Im BEM Modul 2 lernen Sie die erforderlichen Kenntnisse und Kompetenzen zur konstruktiven Gesprächsführung und Kommunikation mit den im BEM handelnden Personen kennen und anwenden.

Während die Erforderlichkeit des BEM Modul 1 für die Arbeit der Int.-Vertret. bisher auch von den allermeisten Arbeitgebern/DStL. gesehen wurde, wurde immer wieder mal die Erforderlichkeit des BEM Modul 2 zum Thema der Vorbereitung und Durchführung von BEM-Gesprächen von Arbeitgebern/DStL.bestritten.

Da trifft es sich gut, dass das Arbeitsgericht München in einem Beschlussverfahren, verkündet am 27.7.2018, für die Teilnahme eines stellvertret. Beauftragten BR-Mitglieds für das betr. BEM  an unserem
Seminar BEM Modul 2 festgestellt hat, dass die vermittelten Kenntnisse erforderlich sind. Den Beschluss können Sie gerne in Kopie bei uns anfordern.
 

BEM als Interessenvertretung zum Erfolg verhelfen. Die Absichten des Gesetzgebers in Einklang bringen mit den Zielen der Interessenvertretung; BEM in das Betriebliche Gesundheitsmanagement einbetten. Einen verhandelbaren Betriebs-/Dienstvereinbarungs-Entwurf zu BEM erstellen; Verhandlungs-Ablauf und -Vorgehen festlegen und Kolleg-/innen als Int.-Vertret. auf BEM-Gespräche vorbereiten; BEM-Gespräche strukturieren und führen helfen.

Sie können Ihr bestehendes BEM-Verfahren, die BEM-Abläufe und BEM-Erfolge überprüfen anhand neuer Impulse aus diesen Seminaren.

Arbeitgeber/DStL. werden durch § 84 SGB IX verpflichtet, bei allen Beschäftigten, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen (42 Tage) arbeitsunfähig erkrankt sind, ein Betriebliches Eingliederungsmanagement BEM durchzuführen. Ziel des Gesetzgebers ist es, möglichst frühzeitig betriebliche Bedingungen für Gesundheitsschäden zu identifizieren und sie auszumerzen, bevor sie weiteren Schaden anrichten. Ziel der Arbeitgeber und DStL. ist sicher auch, die Krankheitsquote weiter zu reduzieren.

Ziel des BEM-Verfahrens aus Sicht der Interessenvertretung ist es, die Gesundheit wieder herzustellen, erneuter Krankheit vorzubeugen und so die Arbeitsfähigkeit und damit den Arbeitsplatz der Betroffenen zu erhalten. Dazu sollen die betrieblichen Belastungen durch das BEM-Verfahren festgestellt und beseitigt werden.  

Wenn jetzt beide Absichten gewinnbringend zusammen kommen, haben Arbeitgeber/DStL. und Beschäftigte idealerweise den größten Vorteil daraus. Häufig ist aber über das Gespräch hinaus von Seiten der Arbeitgeber keine oder unzureichende  weitere Umsetzungen von betrieblichen Maßnahmen erkennbar. Vielmehr soll das Gespräch alleine den Beschäftigten den nötigen Druck verschaffen, damit die Krankheitsquote sinkt. Bedenkt man außerdem, dass Arbeitgeber/DStL. alleine schon mit dem Versuch der Durchführung des BEM die Voraussetzungen für die krankheitsbedingte Kündigung wesentlich verbessern können, wird klar, dass Interessenvertretungen das Verfahren mitgestalten müssen, um Ihre Kolleg-/innen vor Unbill zu schützen.

Unter Mitbestimmung der Interessenvertretung kann sich das an sich notwendige und sinnvolle Instrument auch in ein erfolgreiches Instrument wandeln, ist doch die Umsetzung von Arbeitgeberseite/DStL. alleine eher unsicher, wie sich aus Studien im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales noch 2008 ergibt, wo zumindest die Durchdringung von Klein – und Mittelbetrieben stark in Frage gestellt wurde. Daran hat sich bis heute wenig verändert.

Im Seminar BEM Modul 1 bekommen Sie alle Grundlagen für die Regelung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements im Betrieb/in der Dienststelle/in der Einrichtung.

Aus dem Seminarinhalt:
• Krankheit/Gesundheit/Arbeitsunfähigkeit
  - Ursachen betrieblicher Fehlzeiten
  - Entwicklung des Krankenstandes
• Umgang mit Kranken im Betrieb/in der Dienststelle
  - praktische Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag
• Betriebliches Eingliederungsmanagement BEM
  - Gesetzliche Grundlagen - § 84 SGB IX
  - Maßnahmen zur Wiedereingliederung
  - beteiligte interne und externe Stellen
• Einbettung des BEM in das BGM
• Eckpunkte für Betriebs-/Dienstvereinbarungen erarbeiten
• Betriebs-/Dienstvereinbarungsentwurf erstellen
• Öffentlichkeitsarbeit der Interessenvertretung - Gesundheit zum Thema machen
• Ablauf und Vorgehen klären


Im Seminar BEM Modul 2 direkt im Anschluss an das  Seminar BEM 1 erfahren Sie, wie Sie als Interessenvertretung die Kolleg-/innen darauf vorbereiten können, hier die wichtigen, richtigen Informationen zu liefern. Davon hängt entscheidend der Erfolg des BEM ab.
Danach braucht es auch im BEM-Gespräch einen strukturierten Ablauf- und Gesprächsprozess unter Beteiligung aller Zuständigen.

Aus dem Seminarinhalt:
• Vorbereitung der Betroffenen auf BEM-Gesräche durch die Int.-Vertretung
• Erstgespräch und Präventionsgespräch
  - Vorbereitung, Inhalt und Ziel des Gespräches
  - Freiwilligkeit des/der Betroffenen
  - Pflichten und Ziele des Arbeitgebers
  - Gesprächsleitfaden für den Ablauf
• Entwicklung, Durchführung, Bewertung, Dokumentation von Maßnahmen zur Wiedereingliederung am Arbeitsplatz
• BEM versus Krankenrückkehrgespräche
• Praktisches Üben von BEM-Gesprächen anhand von Fällen


PRAXIS meint:
Die Interessenvertretung sollte das Instrument BEM einer sinnvollen Nutzung zuführen, zumal BEM ansonsten dazu genutzt weden kann, krankheitsbedingte Kündigungen zu erleichtern. Dann lieber das Beste aus dem Instrument durch Abschluss einer BV/DV und der engen Begleitung herausholen.


PRAXIS bietet BEM-Seminare an:

SEMINAR: BEM Modul 1 – Betr. Einglied.-Man. – Grdlagen, BV/DV erstellen
08.10. bis 10.10.2018      18-3210-04      Prien/Chiemsee
10.12. bis 12.12.2018      18-3210-03      Frankfurt am Main
SEMINAR: BEM Modul 2 – Betr. Einglied.-Man. – BEM-Gespräche
10.10. bis 12.10.2018      18-3215-04      Prien/Chiemsee
12.12. bis 14.12.2018      18-3215-03      Frankfurt am Main


Weitere PRAXIS-Seminare für Interessenvertretungen:

BR-Arbeit 1 – Einführung in Aufgaben, Rechte, Pflichten
12.11.-16.11.2018   18-1010-09   Frankfurt am Main 
03.12.-07.12
.2018   18-1010-10   Berlin 

BR-Arbeit 2 – Grdl.: Geschäftsführung, Zusammenarbeit    
22.10.-26.10.2018   18-1020-05   Trier-Traben-Bernk./Mosel 
19.11.-23.11.2018   18-1020-06   Freiburg-Kaiserst./BaWü 
28.01.-01.02.2019   19-1020-01   Frankfurt am Main

PR-Arbeit 2 – Grdl.: Geschäftsführung, Zusammenarbeit   
22.10.-26.10.2018   18-1420-04   Trier-Traben-Bernk./Mosel 
28.01.-01.02.2019   19-1420-01   Frankfurt am Main

BR-Arbeit 3 – Grdl.: Personelle Maßnahmen   
26.11.-30.11.2018   18-1030-04   Frankfurt am Main
PR-Arbeit 3 – Grdl.: Personelle Maßnahmen    
26.11.-30.11.2018   18-1430-04   Frankfurt am Main

BR-Arbeit 4 – Grdl.: Soziale Angelegenheiten  
05.11.-09.11.2018   18-1040-04   Frankfurt am Main
PR-Arbeit 4 – Grdl.: Soziale und sonstige Angelegenheiten    
05.11.-09.11.2018   18-1440-04   Frankfurt am Main

Teilzeitarbeit ab 2018
05.11.-07.11.2018   18-2020-02   Freiburg-Kaiserst./BaWü 

07.01.-09.01.2019   19-2020-01   Goslar-Wernigerode/Harz
21.10.-23.10.2019   19-2020-02   Frankfurt am Main

Mutterschutz - Elternzeit - Pflegezeit ab 2018
07.11.-09.11.2018   18-2021-02   Freiburg-Kaiserst./BaWü 

09.01.-11.01.2019   19-2021-01   Goslar-Wernigerode/Harz
23.10.-25.10.2019   19-2021-02   Frankfurt am Main


Demografischer Wandel 1 – Fakten, Auswirkungen, Handlungsmöglichkeiten der Int.-Vertret.
12.11.-14.11.2018   18-2004-02   Frankfurt am Main 
Demografischer Wandel 2 – Zukunft gestalten
14.11.-16.11.2018   18-2005-02   Frankfurt am Main 


Resilienz 1 – Was Arbeitnehmer/-innen stark macht
22.10.-24.10.2018   18-3117-03   Kühlungsborn-Fischl. Darß-Rost./Osts.
04.02.-06.02.2019   19-3117-01   Frankfurt am Main 
24.06.-26.06.2019   19-3117-02   Frankfurt am Main

Resilienz 2 – Veränderungsprozesse resilient gestalten, Businesscare
24.10.-26.10.2018   18-3118-03   Kühlungsborn-Fischl. Darß-Rost./Osts.
06.02.-08.02.2019   19-3118-01 Frankfurt am Main 
26.06.-28.06.2019   19-3118-02 Frankfurt am Main

 

Auf unserer Homepage finden Sie weitere Seminare und Termine. Gerne führen wir für Gremien und Ausschüsse auch PRAXIS-Firmenschulungen und PRAXIS-Beratungen ganz nach Ihren Bedürfnissen durch.

Organisatorisches:

Empfehlen Sie uns durch Weitergabe des Infobriefs an and. Int.-Vertretungen und von Interess. an uns.  Kontakt
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verantwortlich:  Manfred Horn - PRAXIS-Fortbildung und Beratung für Betriebsräte und Personalräte
                          Seminarbüro Frankfurt am Main, Oskar-von-Miller-Str. 42, 60314 Frankfurt am Main
                          Tel.:  0 69-59 97 81    Fax:  0 69-59 97 82    E-Mail:  info@praxis-fortbildung.de    

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