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Was ist Lernen?

Lernen im Erwachsenenalter ist mehr als nur

Lernen in der beruflichen Fortbildung ist für Erwachsene eine Auseinandersetzung mit

Die Lernfähigkeit Erwachsener ist unterschiedlich. Sie bestimmt sich nachdes Teilnehmers

Die Fähigkeit des Menschen zu lernen bleibt grundsätzlich erhalten, sie ist jedoch individuell ausgeprägt und wird im Lauf des Lebens umstrukturiert: sie hängt ab von

Teilnehmer/-innen, die sich nicht in einem permanenten Fortbildungsprozess befinden, können aber evtl. Defizite in der Lernleistung durch spezifische Übungen und Anforderungen wieder ausgleichen.

PRAXIS-Seminare berücksichtigen diese unterschiedlichen Voraussetzungen. PRAXIS -Arbeitsformen und -methoden fördern und fordern alle Teilnehmenden für den bestmöglichen Wissenstransfer in die BR/PR-Arbeit vor Ort.

 

Arten des Lernens

Jeder von uns hat seine bestimmte Art zu lernen, den Stoff für sich begreifbar zu machen. Man unterscheidet dabei folgende Lernarten:

Lernen durch Fühlen      
      
(Affektives Lernen)

Ein Kind, das an einen heißen Ofen fasst, verbrennt sich die Hände, fühlt den Schmerz und erkennt, dass es nicht sinnvoll ist, den heißen Ofen zu berühren.

Lernen durch Verstehen           
       (Kognitives Lernen)

Dem Fahrschüler werden die Verkehrsregeln erklärt. Er versteht, dass diese Ordnung sinnvoll ist und handelt entsprechend.

Lernen durch die Gruppe, Erlernen des Verhaltens in der Gruppe        
      
(Soziointegratives Lernen, Enkulturation)

Ein Einzelner kann die Qualität eines komplexen Produkts oder die Qualität eines Verhaltens in einer Abteilung nicht oder nur partiell verbessern. In einer entsprechend zusammengesetzten Gruppe ist diese Aufgabe besser zu lösen.

Lernen durch Trainieren 
      
(Psychomotorisches Lernen)

Dient durch permanente Wiederholung der Festigung des Wissens oder auch z. B. der Steigerung der körperlichen Leistungen.

Ein Sportler trainiert im Kraftraum. Durch ständiges Stemmen von Gewichten stärkt er die Muskeln und verbessert seine Schnellkraft.
So kann man auch sein Gehirn leistungsfähig halten: durch Gehirn-Training können wir uns vom Gehirn-Besitzer zum Gehirn-Benutzer trainieren.

 

PRAXIS-Seminare berücksichtigen diese unterschiedlichen Lernarten. Unsere Arbeitsformen und -methoden im Seminar fördern und fordern auch hier alle Teilnehmenden für das Ergebnis: den bestmöglichen Wissenstransfer in die BR/PR-Arbeit vor Ort.

Lerntypen

Nicht jeder Mensch lernt auf die gleiche Weise, daher unterscheidet man verschiedene „Lerntypen“:

Die Sinnesorgane, mit denen wir beim Lernvorgang wahrnehmen, bezeichnet man auch als „Eingangskanäle“. Je nachdem, über welchen Eingangskanal eine Person haupt- sächlich beim Lernen aufnimmt, unterscheidet man verschiedene Typen:

Der (verbale) Diskussionstyp:

er lernt im Gespräch, durch Formeln und Begriffe.

Der (visuelle) Sehtyp:

er lernt durch Lesen, Experimentieren und Beobachten.

Der (auditive) Hörtyp:

er lernt durch Zuhören, auch er lernt durch Formeln und Begriffe.

Der (haptische) Fühltyp:

er muss anfassen, die Dinge spüren, sie selbst machen, um lernen zu können.

Um den Lerntyp eines jeden Teilnehmers individuell anzusprechen nutzen wir bei PRAXIS-Seminaren einen Methodenmix, der den effizienten Lernprozess jeder Teilnehmer/-in ermöglicht.

Informationsaufnahme ...

Der Mensch nimmt mit seinen Sinnesorganen in unterschiedlicher Stärke Informationen auf, auch abhängig vom jeweiligen Lerntyp.

Man hat festgestellt, dass der Mensch Informationen aus seiner Umwelt in der Regel aufnimmt zu ca.

durch schmecken

durch tasten

durch riechen

durch hören

durch sehen

... und Visualisierung

Das erklärt, warum wir bei der Durchführung der PRAXIS-Seminare großen Wert auf die Visualisierung im Lehrgespräch und der Ergebnisse der Plenum- und Arbeitsgruppenphasen legen.

Durch Visualisierung wollen wir:

Von den erarbeiteten Visualisierungen erhalten die Teilnehmer/-innen in der Regel Pinnwand-/Flipchartkopien nach Ablauf des Seminars zugesandt.

Leistungskurven, Belastungsunterbrechung

Alle Menschen unterliegen einer ähnlichen Leistungskurve, die ihre Höhepunkte etwa zwischen 9.00 bis 12.00 und 15.00 bis 18.00 Uhr hat.

Sie passt sich in einem gewissen Rahmen den einzelnen Gewohnheiten an, so dass die Leistungshöhepunkte sich nach vorn und hinten verschieben.

Die PRAXIS-Seminarzeiten orientieren sich an diesen Erkenntnissen, sie nutzen die Zeit der höchsten Leistungsbereitschaft zum Lernen.

Selbst während der Zeit höchster Leistungsbereitschaft ist der Mensch nicht durchgehend voll belastbar. Er benötigt Pausen, Erholungsphasen. Das Gehirn kann nicht ständig speichern.

Folgen zwei Lernschritte zu schnell aufeinander, so stört entweder der folgende Lernschritt den ersten

          = rückwirkende (retroaktive) Gedächtnishemmung

oder der erste Lernprozess muss noch verarbeitet wer- den und stört damit die Aufnahme des nächsten

          = vorauswirkende (präaktive) Gedächtnishemmung

PRAXIS-Seminare sehen deshalb zwischen den Lernschritten ausreichend Pausen vor.

Wie lernen wir?

Lernen wird von der Lernpsychologie definiert als

Diese Erfahrungen, die durch verschiedene Arten des Lernens gemacht werden, müssen auch behalten werden. Sie müssen sich im Gedächtnis einprägen.

Würde aber alles Erlebte im menschlichen Gedächtnis verhaftet bleiben, wäre dies bald total überfordert.

Das Gehirn streicht „Unwichtiges“ nach ca. 20 Sekunden (Ultrakurzzeitgedächtnis). Dadurch werden spontane „instinktive“ Reaktionen möglich. Dies sind Handlungen, bei denen nicht mehr nachgedacht werden muss, man vergisst sie sofort wieder. 

Beispiel: Als Sie heute hierher gefahren sind: wie oft waren die Ampeln rot? Wie vielen Frauen/Männern sind sie begegnet? In der Regel sind diese Fragen nicht zu beantworten. Man merkt sich dies nicht, reagiert spontan.

Neben dem Ultrakurzzeitgedächtnis hat der Mensch noch ein Kurzzeitgedächtnis. Kann man eine Wahrnehmung mit etwas Bekanntem oder einer Tätigkeit verbinden, so kann man sich diese Wahrnehmung etwa 20 Minuten lang merken. Dann verblasst auch sie.

Wirklich merken kann sich der Mensch nur Dinge, die er in sein Langzeitgedächtnis übertragen hat.
Ob eine Information aus dem Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis übernommen wird, hängt ab von

Beispiel: Wir sind nicht motiviert, uns alle roten Ampeln oder die Frauen/Männer zu merken, denen wir heute morgen begegnet sind. Unsere Aufmerksamkeit wird durch das aktuelle Verkehrsgeschehen voll beansprucht. Spricht uns aber jemand z. B. während eines Ampelstopps an und es kommt zu einem Gespräch, können wir uns noch einige Zeit daran erinnern. Am nächsten Tag mit Sicherheit nicht mehr.

Gedächtnisformen

Ultrakurzzeitgedächtnis 
      = ca. 20 Sekunden

Kurzzeitgedächtnis
      = ca. 20 Minuten

Langzeitgedächtnis

Vereinfacht und sicherer wird der Vorgang der Informationsübernahme vom Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis, wenn an bereits bekanntes Wissen angeknüpft werden kann.

Man spricht dann von assoziieren. Assoziationsbrücken sind also „Verbindungsbrücken" von Neuem zu Bekanntem oder auch schlicht Eselsbrücken.

Beispiel:      Bei der Ausübung des Mitbestimmungsrechtes des Betriebsrates bei Kündigungsbegehren des Arbeitgebers handelt der Betriebsrat nicht wie ein Richter, sondern wie der Anwalt des Betroffenen. Er hat auch dem/der sich falsch verhaltenden Arbeitnehmer-/in die ihr/m zustehenden Rechte zu sichern: im relativ gesicherten finanziellen Rahmen (Weiterbeschäftigungsanspruch bis zum rechtskräftigen Abschluss des Rechtsstreits) das Arbeitsgericht mit einer Kündigungsschutzklage anzurufen

Also: nicht mit Nachdenken verbundene Wahrnehmungen führen entweder zu spontanen Reaktionen oder versinken wieder in Vergessenheit.

Um sich Informationen einzuprägen, benötigt man Aufmerksamkeit, Motivation und möglichst eine Verbindung mit Bekanntem.

Assoziationsbrücken

= Verbindungsbrücken von neuem zu Bekanntem

Lernende behalten durchschnittlich etwa

20% von dem, was sie nur gehört haben,

30% von dem, was sie nur gesehen haben,

50% von dem, was sie gehört und gesehen haben,

70% von dem, was sie selbst gesagt haben,

90% von dem, was sie mitdenkend erarbeitet und selbst

            ausgeführt haben (aktives Lernen).

Merkfähigkeit/Lernerfolg in Abhängigkeit von der Methode

Lernmethoden Lernerfolg
hören = 20 %
sehen   = 30 %
hören und sehen = 50 %
nacherzählen   = 70 %
selbst tun = 90 %